Policy Briefs

Lesen Sie Zahlen, Fakten und Empfehlungen zu aktuellen Altersthemen kompakt in einem Dossier. Mit unseren «Policy briefs» leisten wir einen Beitrag an den öffentlichen Diskurs zu wichtigen alterspolitischen Themen. Wir erörtern wissenschaftliche Grundlagen und stellen Empfehlungen zur Debatte.

Mai 2026

Betreuende und pflegende Angehörige bilden das Fundament der häuslichen Versorgung älterer Menschen in der Schweiz. Rund 16 Prozent der Frauen und 9 Prozent der Männer ab 15 Jahren übernehmen freiwillig Betreuungs- und Pflegearbeit, häufig auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit, finanziellen Sicherheit und beruflichen Laufbahn. Der demografische Wandel und der wachsende Fachkräftemangel erhöhen die Bedeutung von betreuenden und pflegenden Angehörigen. Gleichzeitig führen diese Faktoren dazu, dass die Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt wird.

Pro Senectute sieht dringenden Handlungsbedarf und empfiehlt konkrete Massnahmen in fünf Bereichen, um betreuende und pflegende Angehörige nachhaltig zu stärken und die Versorgung älterer Menschen langfristig zu sichern.

März 2025

Das Schweizer Gesundheitssystem zeichnet sich im internationalen Vergleich durch seine hohe Qualität aus. Es bietet der Bevölkerung eine moderne und wirksame medizinische Versorgung, die wesentlich zur Lebensqualität beiträgt. In den letzten Jahren sind sowohl die Gesundheitskosten pro Kopf als auch die Krankenkassenprämien kontinuierlich gestiegen, was sowohl die Bevölkerung als auch die öffentliche Hand betrifft.

Pro Senectute verfolgt diese Entwicklung mit Sorge und sieht dringenden Handlungsbedarf, um die Versorgungsqualität zu sichern und gleichzeitig die finanzielle Belastung nachhaltig tragbar zu gestalten. In diesem Policy Brief empfiehlt Pro Senectute gezielte Massnahmen, um die Kosten im Gesundheitswesen zu dämpfen und die medizinische Versorgung weiterhin für alle Menschen zu gewährleisten.

September 2024

Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV sind für viele Seniorinnen und Senioren von zentraler Bedeutung, um keine existentielle Not leiden zu müssen. 2023 bezogen 12,3 Prozent der Bevölkerung, die eine Altersrente bezieht, EL. Dies waren 223'642 Seniorinnen und Senioren. Viele beantragen diese Gelder jedoch erst gar nicht. Zudem weist das EL-System an einigen Stellen Verbesserungspotenzial auf. Pro Senectute erachtet deshalb in drei Bereichen Massnahmen zur zielgerichteten Weiterentwicklung der EL als wichtig, um insbesondere den Nichtbezug zu reduzieren, den neuen Realitäten besser Rechnung zu tragen und eine wohnformunabhängige Betreuung sicherzustellen.

April 2024

Die klassische Vorstellung eines Arbeitslebens, das mit Erreichen des Referenzalters abrupt endet, entspricht in vielen Fällen nicht mehr der Realität. In der Schweiz arbeiten immer mehr Menschen freiwillig weiter – ob im Teilzeitpensum, in Form einer Bogenkarriere oder mit einem Funktionswechsel. Die gestiegene Lebenserwartung und der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung im Alter erfordern deshalb ein Umdenken bezüglich des freiwilligen Arbeitens über das Referenzalter hinaus.

Juli 2023

Fast 300'000 Personen über 65 Jahren leben aktuell in der Schweiz an der Armutsgrenze. 46'000 von ihnen sind nicht kompensierbar arm. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der Teuerung sieht Pro Senectute dringenden Handlungsbedarf.

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